Sie sind hier: Themenwelten // Unternehmen & Wirtschaft
(c) Apple corp.
von Klaus Schuppert, veröffentlicht am Dienstag, 17. Januar 2012
Berühmt berüchtigt ist der chinesische Elektronikhersteller Foxconn. Man hat noch die Bilder vor Augen, wie im Innenhof der Produktionsstätte Netze gespannt worden sind, um Arbeiter davon abzuhalten sich angesichts der katastrophalen Produktions- und Arbeitsbedingungen in den Tod zu stürzen. Foxconn ist einer der Hersteller, die u.a. Teile des iPhone produzieren. Nicht zuletzt durch diesen Skandal kam auch Apple als Auftraggeber unter Druck auf die Missstände dort einzuwirken. Prompt wurden die Löhne so angehoben, dass die Arbeiter auch von ihrer Arbeit leben konnten ohne dafür wie Sklaven zu schuften. Es war auch mehr als überfällig, denn der Konzern Apple hat gigantische Gewinnmargen, die ohne asiatische Billigproduzenten nicht denkbar sind. Bei diesen enormen Gewinnen ist es nur gerecht, dass die Menschen, die diese Produkte herstellen, auch von ihrer Arbeit leben können - und das unter Bedingungen, die soziale Mindeststandards einhalten.
Nun geht Apple einen Schritt weiter: Mit dem Tod von Steve Jobs vollzieht sich eine Wende in der Firmenphilosophie. War das Unternehmen bis dato aus Angst vor der Konkurrenz bestrebt keinerlei Informationen über Geschäftspartner und Zulieferer bekannt werden zu lassen, überraschte Apple nun mit der Veröffentlichung einer Liste von 152 Zulieferern aus der ganzen Welt.
Damit macht Apple einen ersten Schritt in Richtung Transparenz und sich auf den Weg zur Nachhaltigkeit. Dies macht deutlich, dass auch Apple erkannt hat, dass die Menschen sich einen Konsum ohne Reue, ohne rücksichtloser Ausbeutung Anderer wünschen. Gerade bei hochpreisigen Elektronikprodukten will der Kunde verstehen, warum er mehr bezahlt und wie die Wertigkeit entsteht. Wird dann bekannt, dass ein Produkt menschenverachtend produziert wird, geht bei immer mehr Menschen diese Wertschätzung für das Produkt verloren.
Vor diesem Imageschaden scheint Tim Cook, der Nachfolger von Steve Jobs, Angst zu haben, denn anders ist diese Transparenzoffensive nicht zu erklären.
Folglich tut Apple das einzig Richtige, es kontrolliert die Zulieferer stärker auf die Einhaltung des "Apple eigenen" Anforderungskataloges, in dem z.B. eine 60 Stunden Woche als Maximum definiert ist. Ebenso der verantwortungsvolle Umgang mit gesundheitsgefährdenden Stoffen und die korrekte Entsorgung umweltschädlicher Materialien. Apple hat in seinem Bericht auch Missstände veröffentlicht, die bei der Kontrolle aufgedeckt wurden. So sind sechs Fälle von Kinderarbeit dokumentiert worden.
Apple hat sich der "Fair Labor Assotiation" angeschlossen und wird von dieser zukünftig die Bedingungen unter denen "Apple-Produkte"" produziert werden, kontrollieren lassen. Immerhin, ein Zeichen an die Konkurrenz, Apple hat sich auf den Weg gemacht dem Kunden mit Transparenz zu begegnen und es ist sicher, dass viele Unternehmen infolge des Konkurrenzdrucks folgen werden. Das ist im Interesse der Verbraucher.
Warum zeigen wir die Bedienelemente von Facebook/Twitter nicht direkt an?
Bei der Einbindung der Elemente von Facebook/Twitter müssen bereits Daten (Scripte und Grafiken) von den Servers dieser Unternehmen geladen werden, bevor Sie auf eines der Bedienelemente klicken. Hierdurch wird zumindest Ihre IP-Adresse an Facebook/Twitter übertragen. Sofern Sie Mitglied bei Facebook/Twitter sind, könnten diese Unternehmen ihren Besuch bei Stayfair nun personalisiert speichern. Da wir nicht wissen, ob Sie dies wünschen, haben wir uns dafür entschieden, die Bedienelemente erst auf Ihren Wunsch hin zu aktivieren.

Die Kreuzfahrtunternehmen AIDA und Tui-Cruises bekleckern sich nicht mit Ruhm und erhalten Umwelt-Schmähpreis.
Schmähpreis für Umweltsünder

Die Supermarktkette Real führt vom 02.01.2012 bis zum 11.02.2012 die Aktion Funky Beans durch. Mich irritiert diese Aktion sehr...
Real torpediert Nachhaltigkeit

Seit dem 10.10.2011 ist mit der Willi Schillig Polstermöbelwerke GmbH & Co.KG einer der größten Polstermöbelhersteller in Deutschland StayFair-zertifizert.
nachhaltiges Unternehmen

Die Manufaktur Blindenwerkstatt R. Kaniss hilft blinden, sehbehinderten und geistig behinderten Menschen durch geregelte Arbeit ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften.
"den Blinden eine Zukunft"

Dem Thema "Wassersparen" kommt bei Villeroy & Boch, dem Keramikhersteller aus Mettlach seit jeher große Bedeutung zu, denn die Einsparmöglichkeiten beginnen hier schon im Kleinen.
Villeroy & Boch setzt Maßstäbe

Für Ihren "denglischen"-Werbespruch "For You. for Ort." wird die Drogeriekette viel kritisiert. Schlecker mit ungeschickter Öffentlichkeitsarbeit.
Sturm im Wasserglas?

Nur, wer bewusst und mit Blick auf die Zukunft und die Konsequenzen des eigenen Handelns agiert, wird den wirtschaftlichen Aufschwung, der nach der Krise wartet, für sich nutzen können.

Wurde mit Ihrem Geld in Ölpipelines durch Natur-schutzgebiete oder in Kinderarbeit investiert? Abstrus und unrealistisch denken Sie? Sie sind doch bei der kleinen Bank um die Ecke...

Tatsache ist, dass die Rating-Agenturen z.B. ethische Parameter nicht in die Bewertung mit einfließen lassen.

Im nicht enden wollenden Konsumwettlauf scheinen wir völlig zu vergessen, dass wir nicht nur die vermeintlich in der Krise steckende Wirtschaft ankurbeln sondern ebenso die Wet, in der wir leben, zerstören.

Wo bleibt bei all diesen Szenarien die unternehmerische Verant-wortung? War CSR nur ein Marketinggag, ein Placebo für Presse und Öffentlichkeit und nette Fassade zur Mitarbeiterrekrutierung

Der Bundesverband untersuchte bereits zum zweiten Mal die sozialen und ökologischen Aktivitäten der sechs umsatzstärksten Einzelhandels-branchen anhand eines 350 Punkte umfassenden Kriterienkatalogs.

Als Konsequenz wurde beispiels-weise die Erfurt-Rauhfaser schon 1985 mit dem Blauen Engel und 2006 als erster deutscher Wandbelag mit dem TÜV-Zertifikat "Für Allergiker geeignet" ausgezeichnet.

Wenn es um die Frage geht, wie hoch der Anteil -Made in Germany- bei Lloyd ist, spricht Müller auch hier ganz offen.

H&M wagt einen Neustart und zieht Lehren aus Pannen bei dem Einkauf von Biobaumwolle in der Vergangenheit. Nun verkauft H&M mit der "Conscious Collection" auch recycelte Kleidung.