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Trotz vielfältiger Möglichkeiten, Errungenschaften und Entwicklungen für ein nahezu papierfreies Leben und Arbeiten, eine wahre Konkurrenz sind E-Books, Emails und weitere Technologien für den Papierkonsum nicht. Und auch das Recyclingpapier hat es bis heute nicht geschafft, die Umwelt nennenswert zu entlasten. Die Frage, woran es liegt, kann nicht eindeutig geklärt werden. In den Büros mögen die Emails und die digitale Ablage zwar die Möglichkeit bieten Aktenordner und Papierwust zu mindern, jedoch ist der Griff in den Aktenschrank für viele auch heute noch der sympathischere Ablauf bei der Suche nach bestimmten Unterlagen im Schriftverkehr mit Geschäftspartnern. Der Papierverbrauch ist weltweit mit ca. 370 Millionen Tonnen sieben Mal so hoch wie noch 1950. Um diesen Bedarf zu decken werden 40 % des industriell geschlagenen Holzes für die Papierindustrie benötigt. Damit gehört die Papierindustrie zu den ressourcenintensivsten Branchen. Nachhaltige Forstwirtschaft klingt zwar wie ein Schritt in die richtige Richtung, reicht aber bei weitem nicht aus. Die konsequente Umstellung auf ökologische Produkte, da wo es möglich ist, würde einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Vernichtung von Ressourcen beitragen. Doch auch wenn die Produktion von Recyclingpapier zugenommen hat, so wirklich etabliert hat es sich bei uns noch nicht. Ein Grund hierfür mag die Assoziation in den Köpfen der Menschen sein: Ökopapier gleich schlechtere und billige Qualität. Und besonders in Unternehmen tut man sich schwer diese Verbindung abzulegen. Das Papier soll strahlend weiß sein, hochwertig aussehen und somit die Kompetenz und Qualität des Unternehmens unterstreichen. Der Gedanke daran, dass die Nutzung von Recyclingpapier eine nachhaltige Unternehmensstrategie unterstreichen könnte, hat sich noch nicht durchgesetzt. Doch erst wenn wir erkennen, dass die Produktion von Recyclingpapier eine der nachhaltigsten Branchen ist, wenn wir das Argument der konkurrenzlos niedrigsten Verbrauchswerte bei der Produktion akzeptieren, hat diese Branche eine Chance.
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