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H&M

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H&M auf dem Weg zur Nachhaltigkeit

H&M wagt einen Neustart und zieht Lehren aus Pannen bei dem Einkauf von Biobaumwolle in der Vergangenheit.  Nun verkauft H&M mit der ?Conscious Collection? recycelte Kleidung, aber auch andere Baustellen hat man erkannt.

Wie clocalist.com zum Thema Sandstrahltechnik bei der Jeansverarbeitung und seine gesundheitlichen, massiven Folgen für die Arbeiter berichtete, lehnt neben einigen weiteren namhaften Unternehmen H&M diese Technik nun gänzlich ab. Laut www.glocalist.com lehnt die Modekette New Yorker eine Erlassung des Sandstrahlverbotes ab und wendet diese Technik auch weiterhin an.  Die Tatsache, dass H&M hier schnell reagierte und ein Verbot für das Sandstrahlverfahren erlassen hat, nahmen wir zum Anlass, mit H&M über seine Nachhaltigkeitsstragie im Allgemeinen zu sprechen.

 

Seit Dezember 2010 verzichtet H&M auf die Verarbeitungstechnik "Sandblasting" und spielte eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der "Sustainable Apparel Coalition", die an der Erstellung eines übergreifenden Verzeichnisses arbeitet, um die Auswirkungen der Kleidungs- und Schuhindustrie auf die Umwelt darzustellen und gerechte Arbeitsbedingungen zu unterstützen.
H&M arbeitet weltweit mit etwa 700 Zulieferern zusammen, die Kleidung und Kosmetik nach Designvorlage von H&M herstellen. Alle diese Zulieferer müssen vor Abschluss eines Liefervertrages den Code of Conduct von H&M, den Verhaltenskodex, sowie Richtlinien zur Einhaltung von Chemikalienbeschränkungen und anderen ökologischen Standards als Vertrag unterschreiben. Damit verpflichten sich alle Zulieferer und auch deren Sublieferanten zur Einhaltung dieses Verhaltenskodexes von H&M. Dieser beruht auf den Kernkonventionen der ILO und der Kinderrechtskonvention der UN. Im Einzelnen bedeutet dies beispielsweise die Forderung nach sauberen und sicheren Arbeitsplätzen, der Einhaltung von Hygiene- und Brandschutzvorschriften, geregelten Arbeitszeiten und Löhne, dem Recht auf Gewerkschaftsfreiheit und ein absolutes Verbot von Kinderarbeit. Gleichzeitig verpflichten sich alle Zulieferer von H&M und deren Sublieferanten dazu, Kontrollen durch H&M sowie externe Auditoren, auch unangekündigt, zuzulassen. Weiter teilte H&M uns mit, dass die Einhaltung der Bestimmungen dieses H&M-Verhaltenskodexes von etwa 70 Vollzeit-Mitarbeitern in angemeldeten und unangemeldeten Kontrollen überprüft wird. 2010 wurden weltweit fast 2.000 derartige Kontrollen durchgeführt.

StayFair wollte wissen, wie H&M auf entdeckte Verstöße gegen den Verhaltenskodex reagiert:
H & M antwortete uns, dass geführte Interviews des Management, die Durchsicht von notwendigen Dokumenten und vor allem auch das Gespräch mit entsprechenden Mitarbeitern der Lieferanten und Sublieferanten gezielt auf 90 übergeordnete Punkte des Kontrollaudits eingegangen wird. Werden hier Verstöße festgestellt, so werden diese gemeinsam mit dem Lieferanten diskutiert und der Lieferant entwickelt in einer vorgegebenen Frist einen Maßnahmenplan zur Verbesserung, dessen Erfolg dann durch H&M in bis zu drei meist unangekündigten Nachfolgebesuchen überprüft wird. Sollte ein Lieferant hierbei auch nach intensiven Hilfestellungen keine positive Entwicklung zeigen oder wiederholt gegen elementare Anforderungen wie etwa die Zahlung von Mindestlöhnen verstoßen, droht die Beendigung aller Lieferverträge. Dies kann jedoch nur als letzte Konsequenz betrachtet werden - der Fokus muss im Interesse der dortigen Arbeitsplätze immer auf der gemeinsamen Arbeit an Verbesserungen liegen.

H&M ist offen und räumt Schwachstellen ein:
"Somit wäre es falsch zu behaupten, dass wir garantieren können, es komme zu keinen Verletzungen unseres Verhaltenskodex. Daher und um den Fortschritt nachverfolgen zu können, veröffentlichen wir alle Ergebnisse sämtlicher Audits weltweit so transparent wie möglich in unserem Nachhaltigkeitsbericht unter http://www.hm.com/de/consciousactions2010."  
Weiter stellte H&M jedoch klar, man könne uns aber versichern, dass die Arbeit in diesem Bereich für sie sehr wichtig und Teil der Unternehmensstrategie sei.
In der Arbeit mit seinen Lieferanten setzt H&M heute auf Langfristigkeit in den Beziehungen, was einen engen Kontakt und eine langfristige Planung der Kapazitäten der Lieferanten ermöglicht. Für die Lieferanten bedeutet dies Planungssicherheit und für H&M die Möglichkeit zur gemeinsamen und langfristigen Weiterentwicklung und Verbesserung, etwa hinsichtlich der Arbeitsbedingungen wie auch hinsichtlich der Qualität.

Seit 2006 ist H&M Mitglied in der Fair Labor Association (FLA), einer unabhängigen Organisation mit Sitz in Washington, die sich für bessere Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie einsetzt. Seit 2007 führt die FLA zusätzliche unabhängige Kontrollen bei Lieferanten von H&M in China und seit 2010 auch in der Türkei durch. Die eigenen Ergebnisse der FLA werden auf deren Internetseite unabhängig von H&M veröffentlicht. (www.fairlabor.org)

Durch seine Arbeit in diesem Bereich hat H&M feststellen müssen, dass Kontrollen alleine zwar Veränderungen bewirken können, es für nachhaltige Veränderungen in vielen Fällen aber zusätzlich wichtig ist, das Problembewusstsein für diese Themen zu erweitern. Das ist der Grund dafür, dass H&M verstärkt daran arbeitet, zu Umdenkprozessen beizutragen und seinen Zulieferern nahe zu bringen, dass verantwortliches Handeln auch für sie vorteilhaft ist. So bietet H&M beispielsweise in Indien Workshops für Management und Arbeitnehmer an, die über diese Thematiken aufklären und auch dazu beitragen sollen, dass Arbeitnehmer ihre eigenen Rechte kennen lernen und für diese in sinnvoller Weise eintreten können. In Bangladesch wurden seit 2008 über 300.000 Mitarbeiter seiner dortigen Lieferanten anhand von Kurzfilmen über ihre Rechte und damit verbundene Vorgehensweisen etwa in Bezug auf Überstunden, Mutterschutz, Diskriminierung und einiges mehr aufgeklärt. Bangladesch ist ein Schwerpunktland seiner Arbeit um Verbesserungen gemeinsam mit den Lieferanten. In 2011 soll diese Initiative auf Indien ausgeweitet werden.

Seit 2004 verwendet H&M bereits zertifizierte Bio-Baumwolle. Damals begannen sie einen Anteil Bio-Baumwolle in ausgewählte Kinderbekleidung zu mischen. Seit 2007 sind Kleidungsstücke aus 100 Prozent Bio-Baumwolle in allen Abteilungen erhältlich. Außerdem sind auch Kleidungsstücke erhältlich, die aus 50 Prozent Bio-Baumwolle und 50 Prozent konventionell angebauter Baumwolle hergestellt sind. Sämtliche Kleidungsstücke mit Bio-Baumwolle sind mit dem Etikett "Organic Cotton" gekennzeichnet. Bereits 2010 verwendete H&M mehr als 15.000 Tonnen Bio-Baumwolle - ein Anstieg von 77 % im Vergleich zum Vorjahr. Auch weiterhin wird das Engagement für ökologische Baumwolle fortgesetzt. H&M beabsichtigt bis spätestens zum Jahr 2020 ausschließlich Baumwolle aus nachhaltigeren Quellen zu verwenden. Die gesamte ökologische Baumwolle, die in der  Kleidung verwendet wird, ist von Control Union und IMO zertifiziert. H&M ist Mitglied der Organisation Textile Exchange (Organic Exchange), die sich die Förderung des ökologischen Baumwollanbaus zur Aufgabe gemacht hat und engagiert sich in der "Better Cotton Initiative", durch die insgesamt 68.000 Baumwoll-Bauern in nachhaltigeren Anbautechniken weitergebildet wurden. Im Jahr 2010 wurde außerdem die erste Ernte mit Baumwolle aus der BCI eingefahren.

Auch das Recycling ist für H&M eine wichtige Maßnahme für mehr Nachhaltigkeit. 1.600 Tonnen recycelten Materials wurden im vergangenen Jahr zu neuer Kleidung verarbeitet und alle Tüten aus den H&M-Geschäften sind aus recyceltem Material.

Verantwortung dafür zu übernehmen, wie die Umwelt und die Gesellschaften, in denen wir agieren durch das unternehmerisches Handeln beeinflusst werden, betrachtet H&M nach eigenen Worten als wichtige Grundlage für ein auch weiterhin gesundes Wachstum.

 

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Kommentare und Meinungen

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Ein Gast schrieb am 26.10.2013 um 17:06:

Der Artikel ist sehr informativ, aber die Textform ist hoch problematisch: Die Indirekte Rede erweckt den Eindruck, dass stayfair.de nicht nur H&M zu Wort kommen lässt, sondern deren Aussagen gleich selbst vertritt. Ausserdem ist die indirekte Rede unnötig umständlich zu lesen. Ein explizites Interview hätte klar gemacht, dass hier H&M Stellung nimmt. Beste Grüsse Nora Zehnder, England

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