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Mit dem Verkauf von fair gehandelten Rosen zugunsten des Dortmunder Frauenhauses machte das Dortmunder Blumenstudio Evels am vergangenen Samstag (23. April 2011) in der Dortmunder City auf das Flower Label Program (FLP) aufmerksam, welches sich für eine menschenwürdige und umweltschonende Blumenproduktion einsetzt. Bürgermeisterin Birgit Jörder nutze die Gelegenheit, um sich bei Gästen aus Kenia über die aktuellen Produktionsbedingungen in dem afrikanischen Land zu informieren.
Im Winter kommt nahezu jede zweite Schnittblume, die in Deutschland über die Theke geht, aus einem afrikanischen oder lateinamerikanischen Land. Damit die Blumen unter menschenwürdigen und umweltschonenden Bedingungen produziert werden, wurde von Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, Kirchen, Blumenproduzenten und -fachhändlern das Flower Label Program (FLP) ins Leben gerufen. Das Gütesiegel des FLP erhalten Blumenfarmen, die Kriterien wie Existenz sichernde Löhne, Gewerkschaftsfreiheit, Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, Gesundheitsvorsorge, Verbot hochgiftiger Pflanzenschutzmittel und verantwortlichen Umgang mit natürlichen Ressourcen erfüllen. Mit dem Kauf von Blumen aus dem Flower Label Program tragen Konsumenten dazu bei, dass mehr Farmen Menschenrechte und Umweltschutz anerkennen und Blumen unter sozial- und umweltverträglichen Bedingungen produzieren.
Irene Nyambura Kiarie, Betriebsratvorsitzende der kenianischen Rosenfarm Red Lands Roses, sowie Redemta Akoth Josia, Geschäftsführerin der Kenya Women Workers` Education and Development Organization, sind auf Einladung des FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerks (FIAN e. V.) vom 23. April bis zum 12. Mai 2011 auf einer Vortragsreise durch Europa unterwegs. Kenia ist der größte außereuropäische Blumenproduzent für die Europäische Union. Bei der Blumenaktion in der Dortmunder Innenstadt berichteten die beiden Frauen über die momentane Arbeitssituation auf Blumenfarmen in der Region Naivasha sowie über die Erfolge der Zertifizierung durch das Flower Label Program und Fairtrade.
Begleitet wurden sie von Annette Feldmann von Vamos e. V. sowie einer Mitarbeiterin des FLP-Büros, die zugleich vielfältiges Informationsmaterial zum Fairen Handel bereit hielten. Neben Leo Evels vom Blumenstudio Evels war auch Anita Ledge-Pähler vom Dortmunder Frauenhaus auf dem Platz von Netanya dabei.
Weitere Informationen zum Flower Label Program sind im Internet zum Beispiel unter www.fian.de sowie www.fairflowers.de zu erhalten.
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