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StayFair Gmbh
von unserer Gastredakteurin Lena, 13 Jahre, veröffentlicht am Sonntag, 23. Oktober 2011
In der 8. Klasse eines Gymnasiums wurde darüber diskutiert, ob es noch vertretbar ist, in der Schulkantine Fleischgerichte anzubieten. Schnell ergab sich eine Diskussion darüber, ob wir grundsätzlich überhaupt noch Fleisch essen sollten. Lena, 13 Jahre, erörtert das Für und Wider.
Da heutzutage viel darüber diskutiert wird, ob Menschen Fleisch essen sollten oder nicht, werde ich im folgenden Text Argumente für und gegen den Fleischverzehr aufführen, um am Ende einen guten und gerechtfertigten Kompromiss zu finden.
Viele begründen ihren Fleischkonsum damit, dass es gut schmecke. Allerdings gibt es Alternativen, wie Tofu, die genauso gut munden. Zudem kann man sein Leben grundsätzlich auch ohne Fleisch abwechslungsreich gestalten mit zum Beispiel Brot, Nudeln, Eiern und Gemüse.
Die Gesundheit allerdings spielt natürlich auch eine große Rolle. Hier gibt es sowohl viele gute Argumente für den Fleischverzehr, als auch dagegen. Fleisch enthält lebensnotwendige Spurenelemente und Mineralien zum Beispiel Zink, weshalb Mediziner vor Vegetarismus warnen, da dieser zu Mangelerscheinungen führen könnte. Auf der anderen Seite kann man die fehlenden Mineralien und Spurenelemente auch über Nahrungsergänzungen aufnehmen. Ein weiteres Argument für den Vegetarismus sind die zahlreichen Krankheiten, wie Übergewicht, Gicht, Diabetes oder sogar Krebs, die ein übermäßiger Fleischverzehr auslösen kann. Das ist eindeutig bewiesen. Dass Leichengifte noch in toten Tieren vorhanden sein sollen, wie es viele Fleischgegner propagieren, allerdings nicht. Außerdem enthält Fleisch den wichtigen Energielieferanten Eiweiß, allerdings auch das ungesunde Fett. Gegner des Vegetarismus geben zu, dass es schon viele Fleischskandale gab, geben aber zu bedenken, dass es auch schon Skandale bei Pflanzen gab, wie zum Beispiel EHEC.
Betrachte ich nun die moralische und ethische Seite, ist es sehr erschreckend. Im größten Schlachthof Europas werden täglich 20.000 Schweine geschlachtet, nur um unsere Gier zu stillen. Bei dieser Zahl sind natürlich Kühe, Hühner usw. außen vor. Die nächste Zahlenangabe ist mindestens genauso schockierend. Um einen Amerikaner ein Leben lang zu ernähren, müssen 21.000 Tiere sterben. Aber das Schlimmste ist, dass viele dieser Tiere vor ihrem Tod brutal behandelt werden. Hier sei als Beispiel die Behandlung von Hühnern angeführt: Sie werden in Kisten gestopft, wo sie sich Flügel und Beine brechen. Danach werden sie in einem Wasserbad durch einen Stromschlag getötet. So ist es allerdings nicht immer. Es gibt auch Bauernhöfe, die auf die Lebensqualität der Tiere achten. Oft sind diese auch zertifiziert. Ich gehe aber davon aus, dass viele Kantinen -so auch die Schulkantinen - Fleisch aus der Massentierhaltung anbieten. Die Gerichte hier werden für die Schüler besonders günstig angeboten. Würde Biofleisch verarbeitet, könnten sicherlich diese Preise nicht gehalten werden.
Die besten Argumente für den Vegetarismus finde ich allerdings, wenn ich an die Umwelt denke. 18% der weltweiten Treibhausgase stammen aus der Massentierhaltung. Das ist mehr als die CO2 Entstehung bei sämtlichen Transportmitteln, also Autos, Flugzeuge, Busse usw. . Und jedes Jahr werden 23.000 km2 Regenwald abgeholzt, nur um unsere Steaks zu produzieren. Erschreckend oder?!
Also es gibt sowohl sehr gute, als auch nicht so gute Argumente für und gegen den Fleischverzehr, aber ich komme zu dem Entschluss, dass man nur maximal jeden zweiten Tag Fleisch essen sollte. Dafür dürfte es nur Fleisch von zertifizierten Bauernhöfen geben.
Mit einem Fleischverzehr von maximal jedem zweiten Tag wäre auch die Aufnahme von Spurenelementen und Mineralien gesichert. Die Gefahr durch einen zu hohen Fleischkonsum an den genannten Krankheiten zu erkranken wäre durch diese Regelung auch deutlich geringer. Würden wir nur das Fleisch verzehren, welches wir zur Aufnahme wichtiger Stoffe benötigen, könnten wir so außerdem die Umwelt schonen.
Wichtig ist es, dass wir bewusst Fleisch verzehren und es nicht wahllos und gierig in uns hineinstopfen ohne an die Konsequenzen in jeder Hinsicht zu denken.
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