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von Anja Weick, veröffentlicht am Montag, 11. Oktober 2010
Der Herbst hält Einzug, die gemütliche Zeit zu Hause bei Kerzenschein und Tee. Passend zu dieser Zeit bricht ebenso die Zeit der Esskastanien - auch als Maronen bekannt - an. Der Duft dieser leckeren Knabberei erfüllt die Räume.
Doch was wissen wir eigentlich über diese Leckerei?
Noch lange bevor die Kartoffel in Europa "Fuß fasste" gehörte die Esskastanie oftmals zu Brei gekocht, geröstet zu Suppen, Fleischspeisen oder als Süßigkeit zu den Grundnahrungsmitteln. Als die Kartoffel Europa eroberte, wurde die Esskastanie mehr und mehr vom Grundnahrungsplan verdrängt. Heute ist diese Edelkastanie ab Oktober eine besondere Leckerei, die entweder besondere Speisen verfeinert oder geröstet als eine leckere Knabberei dient. Besonders in der Pfalz wächst die Marone in großen Mengen. Hier dankt man den Römern, die diese Kastanie zusammen mit dem Wein in diese Region brachten. Aber auch am Niederrhein findet man Esskastanienbäume und kann körbeweise selber ernten.
Neben der Verfeinerung von Speisen oder dem Knabberspaß in Gemütlichkeit hat die edle Kastanie, die man zu den Nüssen zählt, aber noch eine ganze Menge mehr zu bieten:
So gilt sie zum Beispiel als besonders nährreich aufgrund ihres hohen Vitamin-B-Gehaltes. Außerdem soll sich Phosphor besonders positiv auf das Nervensystem auswirken. Besonders empfohlen wird die Esskastanie bei Erschöpfungszuständen. Auch auf den Säure-Basenhaushalt wirken sich Maronen positiv aus und helfen, die von uns heute häufig übersäuerte Ernährung wieder auszugleichen. Auch wer an seine Schönheit denkt, kann von den Maronen profitieren, denn neben dem Vitamin C, das unser Immunsystem stärkt, dient sie dem Schutz unserer Zellen und strafft das Bindegewebe. Und für die kleinen Naschkatzen sei hinzugefügt, dass Maronen durch ihr enthaltenes Kalzium und Phosphor Knochen und Zähne stärken. Maronen sind also rundherum eine gesunde Nascherei.
So bereiten Sie eine leckere Knabberei
Ritzen Sie die Schale kreuzweise ein. Heizen Sie während dessen den Backofen auf ca. 170 Grad vor. Die Maronen auf ein Backblech legen und im heißen Ofen 15 bis 20 Minuten rösten. Die Schale platzt hierbei auf. Nun können Sie die Schale lösen und die Frucht herauspulen. Die noch an der Marone haftende sogenannte Samenhaut am besten vorsichtig mit einem Messer entfernen. Hierbei sollten die Esskastanien noch so heiß wie möglich sein.
Besonders gut schmeckt die Esskastanie auch zu Wildgerichten.
Achtung: Mit der in Deutschland weit verbreiteten und zum Basteln gerne gesammelten Rosskastanie ist diese Esskastanie nicht verwandt. Die Früchte der Rosskastanie sind nicht zu genießen.
Bild: maronen © Manuela Klopsch #1854669; fotolia.com
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