Sie sind hier: Magazin // 12 / 2011 Zurück zum Ursprung
© Thomas Pajot #26765029
Wer tummelt sich heute nicht in Facebook, "sammelt" hier Freunde, teilt öffentlich mit, ob er gerade bei MC Donald sitzt, den Bus verpasst hat oder heute früh schlafen geht - das Smart Phone macht es möglich - wir sind immer und überall online und mit sämtlichen Sozialen Netzwerken verbunden. Doch trotz der vermeintlichen sozialen und zwischenmenschlichen Aktivitäten, steigt die Anzahl der Single-Haushalte und viele Menschen - zusehends auch junge Menschen - vereinsamen zunehmend.
Nie wurde die Online-Kontaktaufnahme so einfach gemacht wie heute. Die Unterhaltungen mit den sogenannten "Freunden" sind immer und zu jeder Zeit möglich. Kontakte werden in Facebook, Stayfriends, Schüler VZ und ähnlichen sozialen Netzwerken gepflegt, doch der soziale Umgang mit anderen Menschen, das Gespräch von Angesicht zu Angesicht bleibt oft auf der Strecke. Was machen die Sozialen-Netzwerke nur mit unserer Gesellschaft? Doch wir dürfen hier nicht nur das Negative sehen. Wer Facebook und Co bewusst nutzt, kann hiervon durchaus profitieren. Schüler machen sich die Plattform zum Austausch über Hausaufgaben und Referate oder über Diskussionen zu bestimmten Schulthemen zu Nutze. Durch die Möglichkeit der Kommunikation von allen Kurs- oder Klassenmitgliedern gleichzeitig untereinander, erleichtert da sicherlich Vieles. Gefährlich wird es allerdings, wenn die Freizeitaktivitäten sich nicht mehr zwischenmenschlich in einer Gruppe außerhalb der vier Wände abspielt sondern der Computer zum besten Freund wird - wenn die Kontakte der "realen" Welt vernachlässigt werden, bis sie sich letztlich abwenden. Die Isolation droht - trotz der 300 "Freunde" im Netz.
Ich sehe auch eine Gefahr in der Art und Weise, wie vor allen Dingen die Jugend miteinander kommuniziert. Vollständige Sätze, grammatikalische Regeln, Ausdrucksweisen?sind nicht von Bedeutung. Ein "Pizza essen" oder "heute Abend Party" oder ein "voll öde heute" reichen aus, um dem "Gegenüber" anschaulich mitzuteilen, wie der "Stand der Dinge" aktuell ist. Wie bitte kann ein Lehrer da noch erwarten, dass Schüler einen ausführlichen Aufsatz über die zwischenmenschliche Beziehung zweier handelnder Personen der aktuell behandelten Lektüre zu Papier bringen?
Auch eine Studie des Massachusetts Institute of Technology und der New York University zeigt auf, dass soziale Netzwerke auf Dauer durchaus eine schlechte Auswirkung auf die sozialen Kompetenzen mit sich bringen kann. So stellte sich heraus, dass eine Gruppe, die häufig über das Internet mit den Mitmenschen kommuniziert und sich austauscht, bei der Bearbeitung von Aufgaben bis zu 30 % langsamer arbeitete, als die Gruppe, die die realen Wege der Kommunikation und das Teamwork vorziehen.
Ein Phänomen ist sicherlich schon so einigen Eltern von Jugendlichen - oder Kids von gerade mal 10 oder 11 Jahren - aufgefallen. Während sich unsere Eltern früher eher über unsere telefonische Kommunikationslust ärgerten, weil wir gerade aus Schule gekommen und uns von Freunden verabschiedet, zum Telefonhörer griffen, um das eben geführte Gespräch fortzusetzen oder bereits Neuigkeiten zu erzählen, die uns just eingefallen waren. Heute wird der PC hochgefahren, sich bei facebook eingeloggt und die Neuigkeiten werden im Status für alle "Freunde" sichtbar mitgeteilt. Hier erreichen sie nicht nur den Freund oder die Freundin am anderen Ende der Telefonleitung - nein, hier erreichen sie sämtliche Freunde ihres Facebookaccounts und gleichzeitig hat jeder dieser Freunde die Möglichkeit seine Meinung, seinen Kommentar abzugeben. Oft entstehen hier "Gespräche" zwischen mehreren Freunden. Telefonieren ist Out! Wohl sollten wir uns bewusst machen, dass sich nun einmal die Art der Kommunikation in der heutigen Zeit einfach verändert hat und sicherlich noch weiter verändern wird. Wer diese Möglichkeit der modernen Kommunikation allerdings gezielt und bewusst nutzt, kann sicherlich hiervon profitieren und auch der "Spaßfaktor" soll nicht gänzlich außer Acht gelassen werden.
Aber wie gesagt, "gezielte und bewusste" Nutzung sind sicherlich mit Voraussetzung dafür, dass das reale Leben weiter geht und dass wir und unsere Kinder die sozialen Kompetenzen nicht verlernen.
Warum zeigen wir die Bedienelemente von Facebook/Twitter nicht direkt an?
Bei der Einbindung der Elemente von Facebook/Twitter müssen bereits Daten (Scripte und Grafiken) von den Servers dieser Unternehmen geladen werden, bevor Sie auf eines der Bedienelemente klicken. Hierdurch wird zumindest Ihre IP-Adresse an Facebook/Twitter übertragen. Sofern Sie Mitglied bei Facebook/Twitter sind, könnten diese Unternehmen ihren Besuch bei Stayfair nun personalisiert speichern. Da wir nicht wissen, ob Sie dies wünschen, haben wir uns dafür entschieden, die Bedienelemente erst auf Ihren Wunsch hin zu aktivieren.

Zuviel Wachstum bringt Probleme. Langsam begreifen wir, dass viele unserer bequemen Alltagshelfer Nachteile mit sich bringen, die unser zukünftiges Leben erheblich negativ beeinflussen können.
Was der Fortschritt mit uns macht

Während unsere Urgroßmütter viel Zeit in der Küche zubrachten, ausgiebig kochten und jeden Tag ein anderes Menü auf den Tisch zauberten, rückt das wirkliche "Kochen" heute immer weiter in den Hintergrund.
Raus aus dem Fastfoodeinerlei

Wir wollen sie noch einmal in aller Ruhe und mit einem Augenzwinkern Revue passieren lassen, in unserem ultimativen Jahresrückblick in 12 Akten: Vorhang auf für Akt 1 bis 6...
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Hart ist die Landung, wenn die ersten Behördengänge für die Aufenthalts- und Arbeits-genehmigung anstehen. Fassungslos stehen die Leute vor den Beamten und wundern sich, dass sie kein Wort verstehen.
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Die Citta Slow Bewegung