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von Anja Weick , veröffentlicht am Samstag, 01. Oktober 2011
Das Wochenende naht und nach Feierabend geht's noch schnell ab in den Supermarkt um den Kühlschrank für die freien Tage zu füllen. Was könnten wir denn am Wochenende mal essen? Die Ideen werden sich schon ergeben, während wir durch die Gänge schlendern und den Blick über die Regale schweifen lassen. Wurst und Käse muss noch gekauft werden, Obst darf nicht fehlen und Fleisch, etwas Gemüse. Da wir uns doch nicht recht entscheiden können, welche Wurst uns am Wochenende besonders schmecken wird, welche Obstsorten wir in den Obstkorb legen möchten und welches Gemüse wir zum Schweinerollbraten servieren sollen, nehmen wir doch einfach von allem etwas. Und da der Magen gerade knurrt, machen die Auslagen im Kühlregal noch Appetit auf Quark, weitere Käsesorten und Joghurts, die wir schon lange mal wieder essen wollten. Nehmen wir doch alles mal wieder mit. Und mal Hand aufs Herz - was von all diesen Leckereien landet später im Müll?
Wissenschaftler analysierten im Auftrag der Bundeslandwirtschaftsministerin, Ilse Aigner, Abfälle von Hotels, Restaurants und Gaststätten, von Restmülltonnen und Abfälle der Supermärkte selbst. Die Müllberge an Lebensmitteln sind immens. Im Jahr werfen die Deutschen 6,6 Millionen Tonnen an Lebensmitteln weg, pro Person werfen wir ca. 80 kg Lebensmittel pro Jahr in den Müll. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht oder gerade mal einen Tag überschritten, landet der Joghurt, das Quarktöpfchen oder die Wurst im Müll. Dabei heißt das noch lange nicht, dass die Lebensmittel auch bereits verdorben sind. Meist sind die Lebensmittel noch Tage länger haltbar. Ein weiterer Grund für den Überfluss im Kühlschrank und den daraus resultierenden Bergen an Lebensmittelmüll ist der oftmals unkoordinierte Einkauf. Die Wenigsten sehen vor dem Einkauf nach, was sie noch alles im Kühlschrank, in der Obstschale und in der Süßigkeitenkammer an Vorräten haben sondern kaufen "einfach drauf los". Auch die geringen Kosten von Billigprodukten verleiten dazu Waren wegzuwerfen und Neue zu kaufen. Die Welternährungsorganisation schätzt die Menge der weltweit weggeworfenen Lebensmittel auf ca. 1,3 Milliarden Tonnen jährlich, das bedeutet ca. 1/3 aller Lebensmittel. Die Supermärkte kaufen in Massen, auch wenn sie bestimmte Artikel nur in Maßen verkaufen, aus Angst, ein Kunde könnte zur Konkurrenz wechseln, wenn der Lieblingskäse einmal vergriffen ist. In dieser Menge an Lebensmittelmüll enthalten sind aber auch Unmengen an Lebensmitteln, die bereits "entsorgt" werden, bevor sie die Supermärkte erreicht haben. Selten ist die Qualität der Lebensmittel der Grund hierfür, vielmehr entscheidet die Optik. Sind Kartoffeln zum Beispiel zu groß oder zu klein, bleiben sie häufig auf dem Feld liegen. Der Wert der Lebensmittel wird auch aufgrund des maßlosen Angebots unterschätzt. Die Hungersnot in vielen Entwicklungsländern ist nicht zuletzt noch angetrieben von der Verschwendungssucht der reichen Länder. Unsere Verschwendung treibt aufgrund der hohen Nachfrage die Preise für Grundnahrungsmittel in die Höhe. Aufgrund der Globalisierung betrifft diese Preiserhöhung aber nicht nur uns sondern auch die Entwicklungsländer. Dieser Hohe Preis für zum Beispiel Mais, Weizen und Reis trug wesentlich zur aktuellen Hungerkrise in Ostafrika bei.
Hier sind also nicht nur Lebensmittelhersteller gefragt sondern ebenso die Verbraucher. Unser Konsum und unser Umgang mit Lebensmitteln haben enormen Einfluss auf die Hungersnöte. Jeder einzelne kann seinen eigenen Beitrag leisten, den Massen an Lebensmittelmüll entgegenwirken und sich so aktiv an der Entwicklungshilfe beteiligen. Der gezielte und bewusste Einkauf ist ein erster Schritt.
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Über das Ausmaß der Meeresspiegelerhöhung sind sich die Experten nicht einig, jedoch spricht man von rd. 50 bis 200 cm bis zum Jahr 2100 und 250 bis 510 cm bis zum Jahr 2300.
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Hemmungsloser Fleischkonsum

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Adipositat, also Fettsucht, ist keine unabwendbare Krankheit. Sie zählt laut Weltgesundheits-organisation der Vereinten Nationen zu den sogenannten Zivilisationserkrankungen.
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