Sie sind hier: Magazin // 09 / 2011 Saubermann und co
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Jeden Tag fallen Tassen, Teller, Besteck, Töpfe, Gläser und weitere Küchenausstattung zum Spülen an. Heißes Wasser gemacht, Spülmittel ins Wasser und los. Oder - Spülmaschine auf, Geschirr einräumen, Spülpulver oder Tab rein und los.
Aber wie gesund (oder ungesund) und verträglich für unseren Körper sind diese Spülmittel eigentlich, wenn wir mit ihnen in Berührung kommen oder Reste davon mit dem nächsten Essen wieder aufnehmen? Um das heraus zu finden muss man zunächst wissen, welche Inhaltsstoffe üblicherweise in den Spülmitteln enthalten sind. Ein her-kömmliches Handspülmittel enthält zu ca. 30% Wasser, zwischen 20% und 45% Tenside (je nach Konzentrierung) sowie weitere Anteile an Seife, Duftstoffe, Farbstoffe, Hautschutzmittel und ggf. anti-bakterielle Zusatzstoffe.
Tenside sind entweder petrochemische Mittel, die aus Erdöl gewonnen werden, oder sie bestehen in der umweltfreundlicheren Ausführung aus Pflanzenfetten, tierischen Fetten oder Schlachtabfällen. Grob gesagt sorgen sie dafür, dass Fettverschmutzungen auf dem Geschirr in warmem Wasser gelöst werden. Tenside sind somit der wichtigste Bestandteil eines Spülmittels. Es ist jedoch bekannt, dass sie die Haut angreifen können. Duftstoffe, Farbstoffe und auch antibakterielle Zugabestoffe lösen häu-fig Allergien aus. Empfindliche Menschen sollten daher den direkten Kontakt mit Spülwasser durch das Anziehen von Spülhandschuhen vermeiden. Dem eigenen Körper und der Umwelt zuliebe sollte man darauf achten, dass so wenig wie möglich dieser Zusatzstoffe im Spülmittel vorhanden sind. Ersatzweise gibt es Handspülmittel, die mit echter Molke, Kamille, Zitrone, Ringelblumenextrakte, Alkohol oder anderen natürlichen Inhaltsstoffen arbeiten.
Das Problem mit dem Hautkontakt kann man auch dadurch vermeiden, dass man einen Geschirrspü-ler sein Eigen nennen kann. Aber auch er benötigt ein paar "Hilfs-Mittel". Dazu gehören Enthärtersalz, Spülmittel und Klarspüler, alternativ den alles enthaltenen Tab.
Das Enthärtersalz ist eigentlich ein herkömmliches Kochsalz und somit für den Menschen unbedenk-lich. Die Inhaltsstoffe des Spülmittels ähneln sehr denjenigen beim Handspüler. Jedoch finden sich in vielen Mitteln zusätzlich umweltschädliche Phosphate, die bei Textil-Waschmittel mittlerweile gänzlich verschwunden sind. Der Klarspüler besteht aus Säuren, Alkohol, ebenfalls Tensiden und Duftstoffen. Er soll am Ende des Spülgangs dafür sorgen, dass keine Kalkflecken auf dem Geschirr verbleiben.
Was aber ist nun mit den Resten, die nach dem Spülen auf dem Geschirr verbleiben? Man riecht sie nicht und schmeckt sie nicht, sehen kann man sie nur bei übermäßiger Konzentration. Und doch sind sie da und werden von uns durch den erneuten Gebrauch des Geschirrs aufgenommen.
Bislang gibt es kaum Untersuchungen, die sich mit der Verträglichkeit dieser Spülmittelreste ausei-nander setzen. Lediglich eine Studie aus 1973 im Auftrag der Industrie hat ergeben, dass die Auf-nahme von Tensiden so geringfügig ist, dass sie keine Gefährdung für den Körper darstellt. Sie sam-meln sich auch nicht im Körper an, werden also auf natürlichem Wege ausgeschieden. Zugegeben, das ist nicht die aktuellste Studie, jedoch sind bislang keine Fälle bekannt geworden, in denen Men-schen durch die Aufnahme von Spülmittelresten über die normale Nutzung des Geschirrs gesundheit-lich beeinträchtigt worden wären.
Wer dennoch vermeiden möchte, Spülmittelreste in sich aufzunehmen, sollte das Geschirr mit klarem Wasser nachspülen. Oder man macht es wie der Autor und Filmemacher Reiner Langhans, der im RTL-Dschungelcamp bekannt gab, dass er grundsätzlich seinen Teller sauber lecke und dieser somit nicht gespült werden müsse. ? Ob das nun gesünder ist?
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