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Sie sind hier: Magazin // 08 / 2011 Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz

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© Kai Krueger - Fotolia.com

Weiterbildung von Mitarbeitern

von Klaus Schuppert, veröffentlicht am Montag, 01. August 2011

Die wichtigste Ressource für nachhaltigen Unternehmenserfolg sind die Mitarbeiter mit ihren Entwicklungspotenzialen.

Nachhaltigkeit beruht auf Ernsthaftigkeit, Geduld und Weitsicht - und ist damit ein Gegenpol zu dem Trend, alles nur an dem Profit zu messen. Sie ist ein Wert, der auf vielen Ebenen unser Handeln leiten kann, vom Umgang mit den Ressourcen, der Natur bis zum Umgang miteinander. Die nachhaltige Förderung von Bildung, Lebenslanges-Lernen und die Entwicklung der Potentiale von Menschen birgt Chancen, die in vielen Unternehmen erst seit kurzem erkannt werden.

Bildung bedeutet dabei die Befähigung von Menschen. Also muss man den Menschen, Wissen, Werkzeuge und Motive bereitstellen, damit die gesetzten Ziele erreicht werden können. Das heißt aber auch,  im Kontext transnationaler Unternehmen nicht nur die Menschen, sondern auch das Unternehmen, also seine Struktur und Organisation zu befähigen, einen Übergang von einem IST-Zustand in einen neuen SOLL-Zustand zu schaffen.
Dazu muss den Menschen ihre individuellen Stärken bewusst gemacht werden und sie müssen angeleitet werden, diese zu nutzen. Nur so können sie sich emanzipieren um selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln, mit dem Ziel,  ihre Stärken nicht nur für sich selbst, sondern auch in vollem Maße als einen integralen Bestandteil ihres Unternehmens entdecken und nutzen zu können.
Es gilt also mit Bildung Grenzen zu überwinden und zu lernen, aus gewohnten Mustern auszubrechen; altes und neues Wissen zu verknüpfen und neue Wirkungsfelder zu erschließen.
Schon im Humanismus des 15. und 16. Jahrhunderts erkannte man, dass der Mensch sich immer weiter entwickeln kann und seine Potenziale voll entfalten möchte. Wir reduzieren  Menschen aber zu oft auf wenige Funktionen und ihre Ausbildung ist auf den  kurzfristigen Bedarf ausgerichtet.
Diese Bildung wird idealer Weise nach der Schullaufbahn mit einer gründlichen und umfassenden Berufsausbildung oder einem Studium begonnen. Entscheidend ist hier das Bewusstsein von Ausbildungsstätte und Auszubildenden, dass mit dem Abschluss der Ausbildung der Lernprozess nicht abgeschlossen ist. Vielmehr ist die Ausbildung die Eintrittskarte in ein lebenslanges Fortbildungssystem. Sicher nicht in jedem Unternehmen finden die Mitarbeiter ein entsprechendes Umfeld, es bieten sich aber mannigfache Möglichkeiten hier selbstständig aktiv zu werden. Sei es über die Teilnahme von Weiterbildungsangeboten der Hersteller, im Falle von Handwerkern, oder  außerbetriebliche Angebote von freien Bildungsträgern. Diese reichen von einzelnen Fortbildungskursen bis hin zu kompletten akademischen Studiengängen.
Gerade die großen Konzerne und großen mittelständischen Unternehmen implementieren vermehrt Qualifizierungselemente für die Mitarbeiter. Wie oben beschrieben, ist der nachhaltige Erfolg eines Unternehmens, die Innovationskraft und die Anpassungsfähigkeit eng mit dem Bildungsgrad der Beschäftigten verknüpft.
Ein kluges Unternehmen ist also immer gut beraten, den speziellen Bedürfnissen der einzelnen Berufsbilder der Angestellten, im Einklang mit der eigenen Strategie, passgenaue Weiterbildungsangebote zu machen.
Auf Arbeitnehmerseite wiederum ist die Basis eines solchen Angebotes natürlich die Bereitschaft diese Fortbildungen wahr zu nehmen. Denn auch wenn die investierte Freizeit schon mal lästig erscheint, so wird der Marktwert der eigenen Fähigkeiten natürlich gesteigert. Wichtiger aber noch ist der Bezug zum oben Beschriebenen: Nur mit einer guten Bildung, kann ein Mitarbeiter sich emanzipieren, besser in den Betrieb integrieren und eigenverantwortlich Veränderungen in Gang setzen. So wird er ein Teil der nachhaltigen Unternehmensentwicklung und kann neue Wirkungsfelder erschließen.

 

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