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Sie sind hier: Magazin // 08 / 2011 Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz

Frau im Büro zeigt grünen Baum

© contrastwerkstatt - Fotolia.com

Umweltschutz am Arbeitsplatz

Dem Umweltschutz wird in Deutschland seit langem große Aufmerksamkeit geschenkt; wir wissen um die Wichtigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur. Privat leben wir bewusst und versuchen durch intelligenten Konsum für eine bessere Zukunft zu sorgen. Doch wie halten wir es mit unserem Engagement am Arbeitsplatz? Unnötiger Stromverbrauch durch Elektrogeräte auf Dauerbetrieb und exzessiver Papierverbrauch, den wir zu Hause längst abgeschafft haben, sind im Büroalltag völlig "normal". Gerade am Arbeitsplatz verschwenden wir viel Energie und viele natürliche Ressourcen und könnten doch durch ein wenig mehr Aufmerksamkeit und weniger inkonsequentes Verhalten wesentlich dazu beitragen, Ressourcen und Umwelt besser zu schützen.

Gerade im Job konzentriert sich der faire Umgang mit der Umwelt aber nicht nur auf die Rettung des globalen Klimas, sondern schließt ausdrücklich auch das gute Klima zwischen den Mitarbeitern untereinander ein. Wir verbringen am Arbeitsplatz oft mehr Zeit mit unseren Kollegen als mit unserer Familie. Das bedeutet insbesondere eins: Rücksichtnahme und Fairness.
Nachdem das leidige Thema Rauchen in den meisten Unternehmen mittlerweile ad acta gelegt ist und man sich als Nichtraucher nicht mehr durch eine Wand aus blauem Qualm kämpfen muss um seinen Bildschirm zu sehen, können auf der anderen Seite die Frischluftfanatiker unter den Kollegen zu einer echten Belastung des Betriebsklimas werden. Während im Sommer das offene Fenster zu einer kollektiven Erfrischung und ungeteiltem Beifall führt, wird die permanente Zufuhr von polaren Luftmassen in der Regel auf geteiltes Echo stoßen. In diesem Fall sei noch einmal darauf hingewiesen, dass bereits unter Umweltgesichtspunkten eine Stoßlüftung das probate Mittel für ausreichende Sauerstoffversorgung ist. Eine permanente Angleichung der Innen- an die Außentemperatur ist weder unter gesundheits- noch unter ökologischen Gesichtspunkten ratsam. Wem das beheizte Büro auf dauer zu warm ist, der sollte sich mit einem heißen Kaffee am besten kurz vor die Tür begeben und den Kollegen nicht zumuten sich auch innerhalb des Gebäudes wie für eine Antarktis-Expedition zu kleiden.

Auf zwei weitere Punkte sei in diesem Zusammenhang noch hingewiesen. Auch wenn die Sache mit der Mülltrennung eigentlich normal sein sollte, so scheint dies so gut wie nirgendwo zur Realität zu gehören. Dabei kann man insbesondere den Papiermüll und den Biomüll vom Restmüll trennen, ohne dass es eines großen Aufstandes bedarf. Ebenfalls einfach und keine wirklich neue Erkenntnis: weniger Abfall produzieren! Greifen Sie auch am Arbeitsplatz auf Produkte zurück, die ökologisch verpackt und wiederverwertbar sind. Fürs Büro zum Beispiel heißt das wiederbefüllbare Patronen und Stifte oder wiederaufladbare Batterien zu nutzen.

Um Energie zu sparen, helfen schon ganz einfache Maßnahmen: Leicht lassen sich beispielsweise normale Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen, Kollegen können Fahrgemeinschaften bilden und das völlige Ausschalten des Computers oder anderer Elektrogeräte am Ende des Arbeitstages spart ebenfalls eine Menge Strom.

Auch beim Büromaterial kann ganz einfach die Umwelt entlastet werden. Es beginnt schon mit der Wahl der Produkte. Mittlerweile hat sogar Receycling-Papier den Charme osteuropäischen Packpapiers abgelegt und kommt durchaus brauchbar daher. Bei der Wahl der richtigen Produkte helfen Siegel wie z.B. der Blaue Engel.
Aber nicht nur Arbeitnehmer können durch ihr Verhalten zu einem besseren Schutz unserer Umwelt beitragen. StayFair hat bei zahlreichen Unternehmensbesuchen viele pfiffige Ideen und leicht umzusetzende Ansätze für einen effektiven Umweltschutz kennen gelernt. Oft scheuen Unternehmer aber vor Investitionen und vermeintlich höheren Betriebskosten zurück. Dass dies aber oft gar nicht der Fall ist sondern Umweltschutz auch handfeste ökonomische Vorteile bringt, zeigt StayFair an folgenden Beispielen: 


Das Unternehmen "Vinea" ist ein Duisburger Unternehmen, das mit edlen Spitzenweinen handelt und gehört zu den ersten, die das Signet "Nachhaltiges Unternehmen" erhielten. Spitzenweine, die auf dem Markt  mehrere Tausend Euro kosten, benötigen ein möglichst konstantes Klima, d.h. wenig Temperaturschwankungen und eine möglichst gleichbleibende Luftfeuchtigkeit. Bei den meisten Wein(groß)händlern wird für die Lagerung der edlen Tropfen sehr viel Energie insbesondere für die Kühlung der Lagerhallen verbraucht: Leistungsstarke Klimaanlagen sorgen insbesondere im Sommer mit viel Strom für eine günstige Innentemperatur. Um die durch die Klimaanlage verursachte niedrige Luftfeuchtigkeit wieder auszugleichen, müssen ebenfalls teure und energieintensive Raumbefeuchter sorgen.
Vinea schafft es aber alleine durch intelligente Temperaturführung und ein einfaches aber höchst effektives Beriselungssystem, dass seine Emissionen nicht größer sind als die eines 4-Personen-Einfamilienhauses. Steigt die Temperatur über eine kritische Marke, wird der Raum automatisch "geflutet". Dabei wird der Fußoden einige wenige Zentimeter unter Wasser gesetzt. Durch die Verdunstungskühle wird die Temperatur dann stabil gehalten. Ein automatisches Entlüftungssystem sorgt für einen Abzug der warmen Luftmassen. Ein angenehmer Nebeneffekt dieser "natürlichen" Kühlung ist die perfekte Luftfeuchtigkeit.

SieMatic ist einer der führenden Hersteller von Luxusküchen und seit kurzem StayFair-zertifiziert. SieMatic beschäftigt sich intensiv mit Umweltschutz und setzt sich sehr professionell damit auseinander. Der Fokus des Unternehmens liegt auf der generellen Verringerung des Energiebedarfs. In mehreren Arbeitsgruppen werden insbesondere die Mitarbeiter in die Findung von Energiefressern und der Erarbeitung von Energieeffizienzmaßnahmen mit einbezogen.
Zur Wärmeerzeugung nutzt SieMatic z.B. die in der Produktion anfallenden Holzabfälle. Der Zukauf von fossiler Energie wird hierdurch weitestgehend vermieden und der Anfall von Holzabfällen deutlich verringert. Langfristig ist auch der Bau einer Solaranlage geplant.

Ähnliche Ansätze hat auch das von uns ebenfalls zertifizierte Unternehmen Möbel Decker, das hochwertige Holzmöbel herstellt und weltweit vertreibt.
Möbel Decker schafft es, durch das eigene Biomasse-Heizwerk 100% der für das Unternehmen benötigten Wärmeenergie aus eigenen Holzabfällen zu gewinnen. Hierdurch spart Möbel Decker den Zukauf fossiler Brennstoffe. Die Toiletten im Betrieb werden schon seit einiger Zeit wasserfrei betrieben und sparen so ebenfalls wertvolle Ressourcen. Außerdem wird Regenwasser in Zisternen aufgefangen und bei Bedarf genutzt. Mit der Anpflanzung von Miscanthus (chinesisches Schilfgras) betreibt das Unternehmen einen Energieausgleich und schafft einen natürlichen CO2-Speicher als Ausgleich zum für die Herstellung verwendeten Holz.


Sollten Sie Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz am Arbeitsplatz haben, stellen Ihnen die Experten von StayFair gerne weitere best-practice Beispiele vor und beraten Sie, wie Sie Ihr Unternehmen / ihren Arbeitsplatz individuell ökologisch und ökonomisch weiterentwickeln können. Schicken sie uns einfach eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten und einem Terminvorschlag für ein unverbindliches Gespräch.

Warum zeigen wir die Bedienelemente von Facebook/Twitter nicht direkt an?

Bei der Einbindung der Elemente von Facebook/Twitter müssen bereits Daten (Scripte und Grafiken) von den Servers dieser Unternehmen geladen werden, bevor Sie auf eines der Bedienelemente klicken. Hierdurch wird zumindest Ihre IP-Adresse an Facebook/Twitter übertragen. Sofern Sie Mitglied bei Facebook/Twitter sind, könnten diese Unternehmen ihren Besuch bei Stayfair nun personalisiert speichern. Da wir nicht wissen, ob Sie dies wünschen, haben wir uns dafür entschieden, die Bedienelemente erst auf Ihren Wunsch hin zu aktivieren.

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