Sie sind hier: Magazin // 08 / 2011 Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz
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von Klaus Schuppert, veröffentlicht am Montag, 01. August 2011
Im eigenen Heim zahlt man aus der eigenen Tasche für seine Energienutzung, am Arbeitsplatz zahlt die Firma. Damit rückt das Thema Energiesparen oft aus dem Blickpunkt des Einzelnen. Sicher, wenn es um die Effizienz von Produktionsverfahren geht, ist man sensibilisiert, aber wie oft vergisst man im Kleinen auf den sparsamen Verbrauch von Energie zu achten. Dabei gibt es gerade in der Arbeitswelt wie z.B. dem Büroarbeitsplatz sehr viele Ansatzpunkte zum Einsparen von Energie. Computer, Telefone und andere Bürogeräte verursachen ca. 2 % des globalen CO2-Ausstoßes, das entspricht der CO2-Belastung durch den Flugverkehr!
Wie kann nun bei den Mitarbeitern das Bewusstsein fürs Energiesparen geweckt werden?
1.Durch Information:
Diese kann durch eine interne Besprechung erfolgen, zusätzlich durch eine Informationsbroschüre oder ein Schreiben, in dem alle möglichen bzw. gewünschten Energiesparmaßnahmen aufgelistet sind.
2.Durch Hinweise an den entsprechenden Geräten
Oft hilft schon ein Aufkleber mit dem Inhalt: "Bitte nach Benutzung Gerät ausschalten. Danke!?
3.Durch Kontrolle:
Wenn Sie Vorgesetzter sind, dann sollten Sie vor allem anfangs darauf aufmerksam machen, wenn die gewünschten Sparmaßnahmen nicht eingehalten bzw. vergessen werden.
4.Durch Sichtbarmachen der Erfolge:
Mitarbeiter sollen sehen, was die Summe der Maßnahmen bringt. Das könnte z.B. durch eine Information an alle Mitarbeiter sein, in der sie die reduzierten Energiekosten gegenüber dem Vorjahr sehen werden.
Beleuchtung
In vielen Gebäuden stellt die Beleuchtung einen wesentlichen Energieverbraucher und oft einen großen Bestandteil der Betriebskosten dar. In Büros beläuft sich die Beleuchtung oft auf etwa 50 % des Stromverbrauchs. Die Kosten für Beleuchtung können jene für Heizung übersteigen, darum sollte grundsätzlich so viel natürliches Tageslicht wie möglich genutzt werden.
Die Glühbirne ist ja nun schon 2010 praktisch aus den Verkaufsregalen verbannt, aber immer noch setzen viele Unternehmen diese ineffizienten Leuchtmittel ein. Hier sollte auf moderne Leuchtmittel gewechselt werden. Wenn Leuchtstoffröhren eingesetzt werden, sollte man häufiges An- und Ausschalten vermeiden, da gerade beim Einschalten besonders viel Energie benötigt wird - oftmals mehr als für den Betrieb der Lampe.
Bürogeräte
Nutzen Sie die Stromsparfunktion von Bürogeräten, denn auch gut ausgelastete Geräte verbringen die meiste Zeit des Tages im Standbymodus. Da die Leistungsaufnahme im Stand-by-Betrieb relativ hoch ist, benötigen die Geräte in etwa gleich viel Strom im Normalbetrieb wie im Leerlaufbetrieb. In vielen Fällen ist der Stromverbrauch pro Jahr im Leerlaufbetrieb sogar deutlich höher als der Verbrauch, der z. B. für das eigentliche Kopieren benötigt wird. Wird ein Gerät also wirklich nur sporadisch genutzt, sollte man es ausschalten. Anstelle vieler dezentraler Arbeitsplatzgeräte ist die Zentralisierung von Drucker, Faxgeräten und Scanner eine gute Möglichkeit die Energiekosten zu senken. Das vermindert die Leerlaufverluste und spart Raum und Kosten.
Kaffeemaschinen:
Eine Unsitte ist die persönliche Kaffeemaschine direkt am Arbeitsplatz. Eine Kaffeemaschine, die eine volle Kanne Kaffee bereitet, erzeugt den Kaffee mit deutlich weniger Strom als mehrere Maschinen, die zusammen die gleiche Kaffeemenge bereiten. Wenn also nicht jeder Mitarbeiter in seinem Büro seinen Kaffee kocht, sondern der Kaffee durch gut ausgelastete Maschinen bereitet wird, dürfte der Stromverbrauch sinken. Die paar Schritte zur Kaffeeküche fördern zudem das Wohlbefinden bei sitzenden Tätigkeiten.
Kühlschränke:
Der richtige Standort im Raum ist entscheidend: Vermeiden Sie Wärmequellen, direkte Sonneneinstrahlung und schlecht belüftete Standorte. Der Energieverbrauch des Kühlschranks steigt um 38 %, wenn die Raumtemperatur nicht 18° C sondern 23° C beträgt.
Heizung:
In den Büros ist es häufig viel zu warm. Die Raumtemperatur sollte nicht wärmer als 19° C sein. Jedes zusätzliche Grad Raumtemperatur erhöht den Energieverbrauch um bis zu 8 %. In Lagerräumen und Nebenräumen kann die Temperatur auch unter 19° C gesenkt werden
Tropfende Wasserhähne:
Vermeiden Sie tropfende Wasserhähne. Ein tropfender Wasserhahn (10 Tropfen pro Minute) vergeudet im Monat rund 170 Liter Wasser. Das sind mehr als 2.000 Liter pro Jahr! Das kostet Geld für die Warmwasserbereitung, und das kostbare Nass wird überdies verschwendet.
Fahrgemeinschaften bilden
Steigende Kraftstoffkosten spürt der Arbeitnehmer empfindlich im eigenen Portemonnaie. Mit Fahrgemeinschaften lässt sich der Kraftstoffverbrauch pro Kopf erheblich reduzieren. Fahren beispielsweise vier Personen zusammen im Auto, können etwa 70 Prozent der bisherigen Spritkosten eingespart werden! Selbst kleinere Umwege zum Abholen und Absetzen der Mitfahrer erhöhen die Fahrtkosten nur geringfügig.
Es bedarf also in Summe keinerlei Investitionen um den Wirkungsgrad der Energienutzung am Arbeitsplatz deutlich zu erhöhen. Nicht einmal beim Komfort müssen Abstriche gemacht werden. Unsere hier aufgelisteten Tipps sind auch nur ein unvollständiges Konvolut, wenn Sie selber an Ihrem Arbeitsplatz auf den Energieverbrauch achten, fallen Ihnen bestimmt noch viele weitere Möglichkeiten ein den Energieverbrauch zu senken.
Warum zeigen wir die Bedienelemente von Facebook/Twitter nicht direkt an?
Bei der Einbindung der Elemente von Facebook/Twitter müssen bereits Daten (Scripte und Grafiken) von den Servers dieser Unternehmen geladen werden, bevor Sie auf eines der Bedienelemente klicken. Hierdurch wird zumindest Ihre IP-Adresse an Facebook/Twitter übertragen. Sofern Sie Mitglied bei Facebook/Twitter sind, könnten diese Unternehmen ihren Besuch bei Stayfair nun personalisiert speichern. Da wir nicht wissen, ob Sie dies wünschen, haben wir uns dafür entschieden, die Bedienelemente erst auf Ihren Wunsch hin zu aktivieren.

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