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Sie sind hier: Magazin // 07 / 2011 Reisezeit - Sanfter Tourismus

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Tourismus-Vizeweltmeister Deutschland

von Joel Smolibowski, veröffentlicht am Sonntag, 03. Juli 2011

Deutschland ist neuer Tourismus-Vizeweltmeister - dank nachhaltiger Tourismuskonzepte

Eine aktuelle Studie des World Economic Forum in Kooperation mit Booz & Company bestätigt, dass nachhaltige Konzepte ein immer wichtigerer Wettbewerbsfaktor im Buhlen um die Gunst des Kunden sind. Insgesamt wurden weltweit 139 Staaten unter Zuhilfenahme von mehr als 60 Variablen untersucht. Diese berücksichtigten u.a. gesetzliche Regulierungen, Sicherheit und Gesundheit, Infrastruktur, das lokale Preisniveau sowie kulturelle Aspekte. Außerdem wurden die Faktoren Umweltschutz und Reiseverkehr untersucht. Der Schweiz, Deutschland und Frankreich werden international höchste Wettbewerbsfähigkeit attestiert, Zentral- und Osteuropa sowie Asien befinden sich auf rasantem Wachstumskurs, der allerdings in vielen Teilen Nachhaltigkeit vermissen lässt.

Deutschland profitierte laut der Studie von langfristigen und kontinuierlichen Investitionen in nachhaltige Tourismuskonzepte und Umweltschutzinitiativen. Vor allem kulturelle und landschaftliche Ressourcen wie das Wattenmeer, das seit 2009 UNESCO Naturerbestätte ist, sind ein wichtiges Asset für das Reiseziel Deutschland. Überflieger Frankreich setzt seit 2008 auf eine neu formulierte nationale Tourismusstrategie, die neue Besuchersegmente, beispielsweise aus dem Mittleren Osten und Asien, anziehen soll. Dafür wurde in Hotelmodernisierungen, die Überarbeitung der Hotelklassifizierungen und in internationale Marketingaktivitäten investiert.

Generell bleibt aber der durchschnittliche Gesamtscore zu den touristischen Rahmenbedingungen in den untersuchten Reisezielen gegenüber 2008 weitgehend stabil. Jürgen Ringbeck, Senior Partner und Tourismusexperte bei BOOZ & Company mahnt deshalb, dass für die etablierten Reiseziele eine Bewahrung des Status quo mit Sicherheit keine zukunftsfähige Strategie sei, um sich gegen neue, aufstrebende Urlaubsregionen aus Osteuropa, dem Mittleren Osten oder aus Asien zu behaupten.
Insgesamt verschiebt sich die Dynamik im Tourismussektor weg von den etablierten Regionen wie Europa und Nordamerika Richtung Osten. Im asiatisch-pazifischen Raum nahmen die internationalen Touristenankünfte von 2000 bis 2010 etwa doppelt so schnell zu (85%) wie im weltweiten Schnitt (39%). Dabei war China für das Jahr 2010 gemessen am internationalen Touristenankünften bereits das am drittmeisten besuchte Land der Welt. Das Land profitierte in diesem Zeitraum laut der Studie erheblich von strategischen Investitionen in die Infrastruktur und die Tourismusindustrie, die vor allem mit der Expo 2010 in Shanghai sowie den Olympischen Spielen in Peking zusammenhingen.
Allerdings, so die Experten, brachte das rasante Wirtschaftswachstum im bevölkerungsreichsten Land der Erde vor allem ökologische Probleme mit sich. Ringbeck stellte dazu fest, dass das schiere Wachstum in China häufig im Vordergrund der Strukturpolitik stehe. Umweltschutz und sanfte Tourismuskonzepte hätten da meist noch das Nachsehen."Beim Thema Nachhaltigkeit weisen viele Regionen erheblichen Aufholbedarf auf", so Ringbeck.

Gewinner und Verlierer
Deutlich auf der Verliererseite der europäischen Tourismusnationen stehen laut der Studie Griechenland und Portugal. Die Ergebnisse für die beliebten Urlaubsländer spiegeln in erheblichem Maße die Folgen der Wirtschafts- und Verschuldungskrise wider. Generalstreiks in Griechenland und fehlende Investitionen in die Infrastruktur wirken sich extrem hemmend auf das Gastgewerbe aus. Ein echter Gewinner der diesjährigen Studie ist Montenegro. Der Balkanstaat verzichtet bewusst auf Massentourismus und verankert Umweltschutz sogar in seiner Verfassung. Montenegro verhindert so eine Entwicklung wie im Spanien der 80er Jahren und setzt vielmehr auf eine nachhaltige Hotelentwicklung .


Über die Studie:
Der komplette Report sowie die einzelnen Auswertungen können hier heruntergeladen werden: http://www.weforum.org/ttcr


Originaltext: Booz & Company Digitale Pressemappe:

http://www.presseportal.de/pm/44015 Pressemappe via RSS :

http://www.presseportal.de/rss/pm_44015.rss2
Rückfragen und weitere Informationen:
Susanne Mathony Director Marketing & Communications Europe Tel. 089 / 54 52 5 550 oder 0170 / 22 38 550 Fax: 089 / 54 52 5 602 Email: susanne.mathony@booz.com Internet: www.booz.com/de

 

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