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Sie sind hier: Magazin // 04 / 2011 Produktehrlichkeit

Argand'Or und © Laurent Renault #11299731 fotolia.com

Herstellung einzigartig und fair

Einzigartigen Herstellung der Argandor-Öle - Argand'Or-Projekt und die
faire Partnerschaft von Argand'Or mit der UCFA und der Deutschen GTZ.

Aus den Früchten des Arganbaums im Südwesten Marokkos einem der ältesten Bäume der Welt stellen die dort lebenden Berberstämme in der einzigartigen Technik der Handpressung das kostbare Arganöl her. Sie konkurrieren seit vielen Jahren mit
Privatunternehmen, die das Öl billiger maschinell/industriell erzeugen.

Arganöl ist eines der wertvollsten Öle und wird sowohl in der Küche wie in der Kosmetik eingesetzt. "Nur die Herstellung von traditionell handgepresstem, hochwertigen Arganöl durch Frauenkooperativen, sichert den Landfrauen den höchsten Anteil am Wertschöpfungsprozess und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Armutsminderung in der Arganeraie (Marokko) bei gleichzeitigem Erhalt der Arganbaumbestände", schreibt die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in ihrer Studie über die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen von traditioneller Handpressung gegenüber einer maschinellen/industriellen Herstellung, zwei unterschiedliche Herstellungsmethoden dieses hochwertigen Öls aus Marokko. Die ökonomisch unerfahrenen Kooperativen versuchten 2004 vergeblich, ihr damals unbekanntes Öl zu verkaufen.

Erst mit Unterstützung von Argand'Or, das aus ihrem traditionell handgepresstem Arganöl eine begehrte Premium-Marke entwickelte, überlebten die damals 4 Kooperativen. Argand'Or übernahm 2005 die weltweite Vermarktung und verschaffte in einer fairen und nachhaltigen Partnerschaft den Familien ein regelmäßiges Einkommen. Diese Einnahmequelle stärkt das Selbstbewusstsein und die soziale Stellung der Frauen und fördert damit die Gleichstellung der Geschlechter. Argand'Or initiierte ein PPP Projekt mit der deutschen GTZ. Die Frauen wurden ausgebildet und es wurde ein modernes Qualitätssicherungssystem (HACCP) bei den Kooperativen eingeführt. Damit ist die Jahrhunderte alte Herstellungsmethode auf einem modernen europäischen Qualitätsstandard. Aus dem Verkauf von Arganöl wurde u.a. ein Aufforstungsprogramm finanziert, um den Bestand der vom Aussterben bedrohten Arganbäume zu erhalten und eine nachhaltige Bewirtschaftung der Bestände durch die Kooperativen zu gewährleisten.
Heute befinden sich 23 Kooperativen unter dem Dach der UCFA. Rund 1.300 Frauen ernähren mit Ihrer Arbeit ca. 6.000 Personen in der Arganeraie und immer mehr wollen auch dabei sein.

 

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Editorial 04/2011

Liebe Leserin, lieber Leser,

Lebensmittelskandale und Umweltkatastrophen wie in Japan ändern kurzzeitig das Einkaufsverhalten der Konsumenten. Schon nach kurzer Zeit verfallen diese aber wieder in die alten Konsummuster zurück und kaufen "billig". Anders ist es bei der Gruppe der ?kritischen Konsumenten? (in Deutschland sind das 12 bis 20 Mio). Unabhängig von Skandalen hinterfragen sie Herkunft, Beschaffenheit, Qualität und Herstellung der Waren. Es klingt, als seien diese Konsumenten "schwierige" Kunden, doch genau das Gegenteil ist der Fall. Eigentlich sind sie  es, die für Hersteller und Anbieter besonders unkompliziert ticken, denn sie erwarten  von Herstellern nichts weiter als Ehrlichkeit und Offenheit.  >>>>>>