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Sie sind hier: Magazin // 01 / 2012 Winterzauber

Frau liegt auf dem Sofa vor dem Kamin

© Patrizia Tilly - Fotolia.com

Wohlfühlen im Winter

Zauberhaftes Wohnen - Was uns die kalten Tage angenehm macht

Zugegeben, der Winter 2011 ist bislang eher verhalten zum Vorschein gekommen. Während wir in den Wintermonaten 2009 und 2010 bis in den Westen der Republik Schnee- und Minusgrad-Rekorde feiern konnten, erlebten wir in diesem November den wärmsten und trockensten seit dem Start der Wetteraufzeichnungen und auch der Dezember ist eher mäßig kühl.

Das hat Vorteile hinsichtlich der Heizkosten, des Streusalzverbrauches, der Glatteis- und Unfallsituation auf den Straßen, aber auch Nachteile, insbesondere was den Winterspaßfaktor angeht und was das Gefühl angeht, welches einfach zu dieser Jahreszeit gehört. Trotzdem nehmen wir das jetzt auf und wollen im Nachfolgenden ein paar Tipps geben, wie Sie es sich an "kalten" und ungemütlichen Tagen zu Hause angenehm machen können.

Im Folgenden wollen wir auf die Wohlfühlfaktoren Raumklima, Licht und Duft eingehen.

Das Raumklima in Ihrer Wohnung hängt in erster Linie von der Temperatur ab. Nicht alle Räume müssen dabei gleich temperiert werden. Während in Schlafzimmer und Küche ca. 15 bis 18 Grad Celsius ausreichen, empfehlen wir im Badezimmer ca. 24 Grad Celsius, damit beim Aufstehen nicht gleich die Gänsehaut kommt und der Morgen ungemütlich wird. Im Wohnzimmer fühlen wir uns im Allgemeinen bei 20 Grad Celsius wohl.

Da die Heizkosten einen beträchtlichen Anteil der Nebenkosten ausmachen, versuchen Viele, durch generelles Absenken der Heiztemperatur diese Kosten zu reduzieren. Das kann schädlich für die Gesundheit sein, denn schlecht geheizte Räume erhöhen die Gefahr der Schimmelbildung durch kondensierende Luftfeuchtigkeit an kalten Mauern.

Andere ergänzen oder ersetzen ihre Heizung durch Öfen und Kamine. Diese erzeugen, neben weiterer Wärme, die sich angenehmer anfühlt als die normale Heizwärme, auch eine gewisse Gemütlichkeit durch das Licht der Flammen. Öfen und Kamine trocknen jedoch die Luft in den Räumen verstärkt aus.

Die Luftfeuchtigkeit ist ein weiterer wichtiger Faktor für ein gutes Raumklima. Sie liegt idealer weise zwischen 40 und 60 %. Dabei beeinflusst sie unser Wärmeempfinden; ist die Luft zu trocken, empfinden wir sie als weniger warm. Umgekehrt führt eine höhere Luftfeuchtigkeit dazu, dass wir bei gleicher Raumtemperatur die Luft wärmer empfinden (Saunaaufgußeffekt). Darüber hinaus trocknen bei zu geringer Luftfeuchtigkeit tendenziell unsere Schleimhäute aus, was die Gefahr von Erkältungen erhöht. Aber die Luftfeuchtigkeit sollte auch nicht zu hoch liegen, weil dann die Bildung von Schimmelpilzen wiederum gefördert wird.

Eine gute Möglichkeit, das Raumklima zu regulieren ist die regelmäßige richtige Lüftung der Räume. Dabei sollte nicht dauerhaft sondern Stoß-gelüftet werden. Zunächst sollte die Heizung heruntergedreht, dann die Fenster ca. 5 Minuten geöffnet (Durchzug ist vorteilhaft) und nach dem Schließen der Fenster die Heizung wieder hochgedreht werden. Das reguliert insbesondere die Luftfeuchtigkeit und somit unser Wärmeempfinden. Die optimale Kombination von Heizen und Lüften kann dabei helfen, die Heizkosten dauerhaft zu senken.

Neben der Wahrnehmung des Raumklimas ist auch die visuelle Wahrnehmung ein wichtiger Faktor zum Wohlfühlen. Helles, grelles und buntes Licht kann die Atmosphäre eines Raumes negativ beeinflussen. Indirektes und weiches Licht eignen sich gut, um ein gemütliches Ambiente zu schaffen. Durch Deckenfluter, Wandleuchten oder indirektes Licht, das nach oben strahlt, kann man den Raum größer oder höher erscheinen lassen. Lichtakzente durch eine Leuchte, die auf Einrichtungsgegenstände gerichtet ist oder Kerzen, die sich zentral oder gezielt dezentral im Raum befinden, kann eine gemütliche und einladende Atmosphäre geschaffen werden. Die Kombination von Licht und Schatten macht einen Raum lebendiger. Ein Dimmer hilft, die richtige Intensität für den Augenblick einzustellen.

Auch unser Geruchsinn muss nicht zu kurz kommen. Dabei kann man mit einfachen und natürlichen Mitteln arbeiten und muss nicht auf industrielle Produkte zurückgreifen. Für die Winterstimmung eignen sich dabei weniger die frischen Düfte und Meeresbrisen. Vom Weihnachtsgebäck und ?braten noch verwöhnt, empfiehlt sich unserer Nase hier der Griff zu Orangen, Vanille, Zimt oder Tannen bzw. Kiefern. Diese lassen sich noch ideal für eine passende Winterdekoration nutzen, bis sie von der Frühjahrsdeko abgelöst werden.

Wir wünschen viel Vergnügen beim Ausprobieren.

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