Sie sind hier: Magazin // 01 / 2012 Winterzauber
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Zauberhaftes aus der Region - Die nachhaltige Winterküche
Man könnte sagen, Weihnachten ist in Bezug auf die Nahrungsaufnahme eine sehr nachhaltige Zeit. So manch einer von uns möchte nach der (Vor-) Weihnachtlichen Völlerei, abgerundet durch einen heftigen kulinarischen Jahresabschluss vielleicht nicht unbedingt über eine nachhaltige Winterküche in unserem Sinne nachdenken, zumal er oder sie die zugenommenen Pfunde mit schwerer Arbeit im überfüllten Fitnessstudio oder beim Jogging im verregneten oder verschneiten Winter gerade abtrainieren muss.
Wir möchten das (zugegeben) derzeit etwas schwierige Thema trotzdem ansprechen, denn gerade in den Wintermonaten könnte man zu der Auffassung gelangen, dass nachhaltige Ernährung im Sinne von regionalen und gesunden Lebensmitteln schwierig ist. Was wächst schon im Winter?
Da können wir sie beruhigen - es ist auch in unserer Region im Winter vieles verfügbar, das uns ausreichend mit Vitaminen und Mineralien versorgen kann und das, mit etwas Fantasie beim Zubereiten, die zum Teil ungeliebten und langweiligen traditionellen Gerichte etwas aufpeppen und interessanter machen kann.
Typische einheimische Gemüsesorten für die Winterküche sind:
Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl, Wirsing, Chinakohl, Rote Bete, Sellerie, Möhren, Porree, Schwarzwurzeln, Feldsalat, Chicorée, Steckrüben. Verfügbar sind die Sorten in der Regel zwischen September / Oktober und Januar / Februar. Möhren und Porree sind bereits ab ca. Juli frisch erhältlich.
Diese Gemüsearten versorgen unseren Körper mit vielem, was wir brauchen. Zum Beispiel enthält Kohlgemüse im Wesentlichen Vitamin C und E, Calcium, Magnesium und Kalium, Chicorée bietet die Vitamine A und C sowie Folsäure, Schwarzwurzeln enthalten neben Kalium und Folsäure noch die Vitamine B1 und E sowie Eisen. Dabei hat das Gemüse in der Regel relativ wenige Kalorien.
Die Gemüsesorten lassen sich zum Teil relativ lang aufbewahren. Kohl zum Beispiel hält sich als ganzer Kopf im Keller auf einem Lattenrost bis zu 2 Monate. Solange halten sich auch Möhren, wenn sie dunkel im Keller in einer Kiste mit Sand bedeckt gelagert werden. Rote Bete und Steckrüben (als ganze Knollen) halten sich mehrere Wochen, wenn sie kühl und trocken liegen können. Werden die Knollen und Köpfe angeschnitten, sollten sie im Kühlschrank aufbewahrt und ebenso wie zum Beispiel Feldsalat, Chinakohl und Chicorée innerhalb weniger Tage verbraucht werden.
Die Auswahl an Obst ist in den Wintermonaten nicht ganz so groß. Aber auch hier gilt: etwas Fantasie bei der Zubereitung und es entstehen sehr interessante, peppige Gerichte. Typische einheimische Winterobstsorten sind Birnen und Äpfel, die von etwa September bis Februar bzw. April verfügbar sind. Äpfel versorgen uns zum Beispiel mit Vitamin C, Mineralstoffen und Kalium, Birnen beinhalten unter anderem Karotin (Vorstufe zu Vitamin A), B-Vitamine und Kalium. Da Äpfel sehr viele Ballaststoffe haben und Birnen ein echter Sattmacher sind, eignen sich beide Obstsorten gut zur Anregung der Verdauung und zur Unterstützung beim Abnehmen.
Äpfel und Birnen können Sie am besten im Keller dunkel, kühl und bei hoher Luftfeuchtigkeit lagern. Gerade Äpfel sind gut für das Überwintern geeignet.
Darüber hinaus kommen Hasel- und Walnüsse aus unseren Landen. Sie sind zwar reich an Fett und Kalorien, jedoch aufgrund ihrer Inhaltsstoffe sehr gesundheitsfördernd. Walnüsse enthalten zum Beispiel Omega 3 Fettsäuren, Eiweiße, Mineralien und Melatonin. Haselnüsse versorgen unseren Körper unter anderem ebenfalls mit Eiweißen, aber auch mit den Vitaminen A, B, C und E sowie Kohlehydraten.
Nüsse sollte man möglichst in ihrer Schale belassen. Auch hier eignet sich zur Lagerung der Keller, wo sie kühl, trocken und luftig zum Beispiel in einem Leinensack aufbewahrt werden können. Dann halten sie gut 12 Monate, teilweise auch länger.
Bleibt noch die Frage des Aufpeppens der Gemüse- und Obstsorten, um der winterlichen Eintönigkeit zu entgehen. Hier laufen wir nun Gefahr, aufgrund der vielen Möglichkeiten die maximale Länge unseres Berichtes zu überschreiten. Deshalb erlauben wir uns, auf die vielen, vielen Informationsmöglichkeiten des Internets zu verweisen, das ausreichend Versuchsrezepte enthält.
Trotzdem konnten wir Ihnen sicherlich zeigen, dass es auch im Winter viele Möglichkeiten gibt, sich gesund und frisch aus der Region, also nachhaltig, zu ernähren. Versuchen Sie es doch einmal - und vielleicht versuchen Sie es einmal nicht aus dem Supermarkt sondern direkt beim Erzeuger - beim nächsten Landwirten, der Gemüse und Obst anbaut. Frischer können Sie an die Lebensmittel nicht kommen.
Viel Spaß dabei wünscht Ihnen die Redaktion von StayFair.
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